Holz-Beton-Verbund Standarddecke

Elascon V-HB-S: Holzbalkendecken professionell sanieren

Wenn das Ziel erreicht werden soll, Holzbalkendecken - ob im Neu- oder Altbau - wesentliche Eigenschaften moderner Fertig-Filigran-Betondecken zu verleihen, dann ist die Referenzlösung eine Elascon V-HB Holz-Beton-Verbundkonstruktion.

Durch den Verbund ergänzt sich die Zugzone Holz mit der oben auf der Dielung/Schalung liegenden, mindestens 5 cm dicken, bewehrten Betondruckzone. Die bewehrte Betonplatte wirkt auf die auftretenden Lasten querverteilend und erzielt im Verbund mit der Holzbalkendecke durch eine Aussteifung den Faktor 10.

Für den Wohnbereicht dürfen aufgrund des Nachweises der ausreichenden Querver- teilung die Nutzlastfaktoren von 2 auf 1,5 reduziert werden.

Je nach Dimension des Tragwerks erhöht sich die Feuerwiderstandsdauer bis auf F120 B. Gerade im Geschosswohnungsbau ein unschätzbarer Wert. Spezielle Beplankungen von unten (z. B. mittels Promat o. ä.) sind grundsätzlich nicht notwendig. Ein oder zwei- lagige Gipskartonplatten, so zeigt die heiße Bemessung, sind völlig ausreichend.

Der Verbund aus Holzbalken und Beton ergibt eine nachweisbare statisch steife Scheibe, die ebenso in das Mauerwerk eingebunden werden kann. Damit ist die Dichtheit gegen Rauchgas und Löschwasser gewährleistet.

Das für Wohnraumtrenndecken geforderte Schallniveau (Trittschall < 53 dB, Luftschall < 53dB) kann durch die nun schon vorhandene Masse im Verbund mit geringstem bautechnischen Regelstandard (Entkopplung, abgehängte Federdecke) problemlos erreicht werden. Unabhängige Messungen an ausgeführten Objekten bestätgen dies.

Die Robustheit der Ausführung gibt dem Werkunternehmer und Investor große Prozeß- sicherheit. Nachdem das Holztragwerk bauzeitlich untersprießt wurde, wird eine Standard-PE-Folie, 200µ, meist transparent, lose überlappt ausgerollt und wannenförmig spannungsfrei bauzeitlich an der Wand fixiert. Nun werden die Elascon V-HB-Verbundschrauben nach Statik- und Werkplan längsachsig auf Zug feldrichtig ohne Vorbohren eingeschraubt. Unterschiedliche Schraubengrößen stehen für den Praxiseinsatz zur Verfügung. Die Bewehrung ist in der Regel eine Q188 Matte und wird auf Abstandshaltern in der Mitte der nachfolgenden Betonschicht eingebracht. Der Beton in der Mindestgüte C 20/25, Großkorn 8, wird glatt abgezogen und nach dem der Aushärtegang beendet ist kann mit dem weiteren Fuß- bodenaufbau begonnen werden. Bestehende Verformungen können, sofern die Auflager gesichert sind, zurückgedrückt werden. Spannweiten von weit über sieben Metern mit einer geforderten Lasterhöhung über 5 kN/m² sind keine Seltenheit. Sowohl abgefaulte Balkenköpfe und Unterzüge können innerhalb des Systems mit wenig Aufwand preiswert ertüchtigt werden.