Brandschutz bei Holzbalkendecken

Angst vor Feuer? Wer hat die nicht. Noch immer das häufigste (meist unbegründete) Argument von „Häuslebauern“ gegen ein Haus aus Holz. Im Altbau besteht die wichtigste „Schranke“ gegen übergreifendes Feuer aber fast immer aus Holz: Die Geschossdecke.

Sobald ein fundamentaler Eingriff in die alte Bausubstanz erfolgt, wird es in der Regel unmöglich, eine planerische „Befreiung“ für die alten Holzdeckenkonstruktionen zu erwirken. Dies gilt besonders bei Holzbalkendecken mit einem Brandschutz F90 B, der in der Regel für mehrgeschossige Bauten gefordert wird. Die Forderung, die Holzbalken in F90 B auszuführen, bedeutet, dass unter voller Brandlast (1.200 Grad) von oben, von unten und von der Seite eine Fluchtzeit von 90 Minuten garantiert bleibt, bevor das Tragwerk nach Norm versagen darf. Dieser normgerechte Brandschutz von Holzbalkendecken stellt den Lösungsanbieter also vor große technische und rechtliche Herausforderungen.

Gemeinsam mit einem führenden Industrieunternehmen der Baustoffbranche haben wir eine Vielzahl von 1:1 Brandversuchen an der Materialprüfanstalt (MPA) Braunschweig durchgeführt und sind so in der Lage, für Ihr Bauvorhaben ein objektbezogenes Prüfzeugnis auszustellen. Neuere Dissertationen aus Österreich untermauern den bis dato in der Literatur aufgezeigten rechnerischen Bemessungsansatz. Sie zeigen aber auch, welches Potential insgesamt noch existiert.

35 historische Deckenkonstruktionen konnten wir in unterschiedliche Brandklassen einordnen, um Sie schon in einer frühen Phase – in Bezug auf den gesamten Schichtenaufbau – kompetent zu beraten.

Angefangen bei der notwendigen Deckenunterkonstruktion der Elascon Holz-Beton-Verbunddecke, über den fertig geplanten Fußbodenaufbau auf der Holzbalkendecke, können wir Sie damit im Rahmen einer Sanierung umfassend begleiten.