Dampfdiffusion

Bei bewohnten Geschossdecken ist die Dampfdiffusion, sofern die Temperatur auf beiden Seiten des Tragwerkes ähnlich ist, völlig unproblematisch. Neu stellt sich die Situation jedoch bei bewohnten Decken unter nicht gedämmten Dächern oder über Kellergeschossen dar. Hierbei ist ein Nachweis nach DIN 4108-4 nötig. Um die Stoffvorgänge transparent zu machen, kann eine dreidimensionale Darstellung notwendig werden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Bauklimatik der TU Dresden sichert uns hier technologisch ab. Gerade auch bei Innendämmungssystemen bei älteren Holzbalkendecken stellt der Balkenkopf die Wärme- und Diffusionsbrücke da. Entgegen der bisherigen landläufigen Meinung, möglichst dampfdicht werden zu müssen, zeigt sich, dass diffusionsoffene Aufbauten die deutlich bessere Lösung darstellen. Aufgrund der Vielzahl der Einflussparameter ist jedes Objekt separat für sich zu betrachten.

Temperaturfeld am 11. März mit Calciumsilikatdämmung im Zwischendeckenbereich (Schaubild nicht maßstäblich)
Temperaturfeld am 11. März mit Calciumsilikatdämmung im Zwischendeckenbereich (Schaubild nicht maßstäblich) Quelle: TU Dresden, Institut für Bauklimatik

 

Verlauf des Wassergehalts im Holzbalken auf der Höhe der Außenseite der Zwischensparrendämmung in Abhängigkeit von der Dämmung im Deckenbereich
Verlauf des Wassergehalts im Holzbalken auf der Höhe der Außenseite der Zwischensparrendämmung in Abhängigkeit von der Dämmung im Deckenbereich Quelle: TU Dresden, Institut für Bauklimatik