Traglaststeigerung

Der große Vorteil des Elascon Holz-Beton-Verbundes ist die Fähigkeit, die Masse (Beton) statisch in Funktion zu bringen. Durch den hohen E-Modul des Betons und die entsprechende Schichthöhe des Betons wird die Tragfähigkeit des Verbundes bei V-HB-S (Betondruckzone oben auf dem Balken liegend) um den Faktor 3 erhöht. Wir sprechen hier von einer Nettotraglast. Ein Beispiel: Eine Holzdecke ohne Holz-Beton-Verbund trägt 200 kg pro Quadratmeter. Trotz des eingebrachten Betongewichtes von ca. 150 kg trägt die fertige Decke später 600 kg pro Quadratmeter.

Im Verbund geht die Schichthöhe des Betons mit dem Faktor 4 in die Bemessung mit ein, sodass hier die großen Tragreserven des Verbundes aktiviert werden. Mit der Variante Elascon V-HB-F, bei der der Beton bündig bis zur Balkenoberkante im Fehlbodenbereich eingebracht wird, kann in der Regel die Tragfähigkeit verdoppelt werden. Jedoch findet hier keine Querverteilung statt. Jedes Feld ist statisch als einzelnes Gelenk zu betrachten.

Es versteht sich von selbst, dass die Holzbalken der Holzdecke und die Balkenköpfe funktionstüchtig sein müssen. Sie stellen für den Verbund die Zugbänder dar. Ebenso sind alle lastabtragenden Bauteile auf ausreichende Steifigkeit zu prüfen. In unserem Statik-Programm Easycon 1.6 und den höheren Versionen wird im Listing exakt ausgegeben, welche Auflagerlasten an die lastabtragenden Bauteile Wände, Fundamente, Unterzüge weitergegeben werden. Mit diesen Werten kann nun der weitere Lastabtrag bis zum Fundament geplant und nachgewiesen werden.